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Geschichte Südafrikas:Was Apartheid bedeutet

Im Land Südafrika galten lange strenge Gesetze, durch die Schwarze Menschen unterdrückt wurden - das nannte man "Apartheid". Die ganze Geschichte erfahrt ihr hier!

Getrennte Toiletten für Schwarze und Weiße

Links für Schwarze, rechts für Weiße: Sogar öffentliche Toiletten waren strikt getrennt.

Quelle: ap
Das Wort "Apartheid" kommt aus der Sprache Afrikaans und bedeutet so viel wie "Trennung". Genau die gab es es viele Jahrzehnte lang in Südafrika: Schwarze Menschen mussten in dieser Zeit strikt getrennt von Weißen leben - und zwar wegen ihrer Hautfarbe. Sie wurden unterdrückt und hatten viel weniger Rechte. Zum Beispiel:

  • Schwarze Kinder mussten andere Schulen besuchen.
  • Schwarze durften auch nicht in dieselben Schwimmbäder, Bibliotheken oder Busse wie Weiße.
  • Außerdem durften Schwarze nicht an Wahlen teilnehmen.

Weiße hatten also das Sagen im Land - und das, obwohl viel mehr Schwarze Menschen dort lebten. Wer sich die Regeln nicht gefallen ließ, wurde von der Polizei bestraft und sogar eingesperrt.
Schwarzweißfoto: Ein Schild mit der Aufschrift "White Area" steht an einem Strand.

Auch dieser Strand war ein "Gebiet für Weiße". Schwarze Menschen durften hier nicht hin.

Quelle: IMAGO / ZUMA/Keystone

Der Kampf gegen die Apartheid

Schwarz-Weiß-Foto von Nelson Mandela nach einem Gerichtstermin 1958

Nelson Mandela (rechts) kämpfte gegen die Unterdrückung Schwarzer Menschen.

Quelle: AP / Jürgen Schadeberg

Trotzdem gab es Widerstand und Proteste gegen die vielen Ungerechtigkeiten. Ein wichtiger Anführer der Proteste war von Anfang an Nelson Mandela.
Er musste für seine Proteste lange ins Gefängnis - aber er setzte sich trotzdem immer weiter für die Rechte von Schwarzen ein.

1976 begann in Soweto ein großer Protest von Schülerinnen und Schülern gegen die Ungerechtigkeit in Südafrika. Mehr darüber erfahrt ihr hier:

Darum ging es beim Soweto-Aufstand

schwarz-weißes Foto des Soweto-Aufstandes und eine grafische Karte von Südafrika

Der Auslöser für den Aufstand war eine neue Regelung in Schulen.

17.06.2026 | 1:39 min

Die Proteste in Südafrika und auch der Druck aus anderen Ländern wurden mit der Zeit immer größer. Anfang der 1990er Jahre wurden die Apartheids-Gesetze in Südafrika dann nach und nach abgeschafft. 1994 durften zum ersten Mal Schwarze an Wahlen teilnehmen. Sie wählten Nelson Mandela zum ersten Schwarzen Präsidenten Südafrikas.

Ende gut, alles gut? Naja ...

Seit mehr als 30 Jahren ist die Apartheid abgeschafft.Trotzdem gibt es in Südafrika immer noch Probleme - die lange Zeit der Apartheid hat Spuren hinterlassen. Zum Beispiel haben viele Schwarze Menschen in Südafrika nach wie vor schlechter bezahlte Jobs.

Diesen Text haben Jelena, Debbie und Luisa geschrieben.

In der logo!-Sendung haben wir am 17. Juni 2026 über dieses Thema berichtet.
Dieser Artikel wurde am 18. Juli 2023 zum ersten Mal veröffentlicht und am 17. Juni 2026 überarbeitet.