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Riesen-Erfolge trotz Problemen:Frauen in der Wissenschaft
In der Vergangenheit haben nicht nur Männer, sondern auch viele Frauen die Wissenschaft geprägt. Diese sieben Wissenschaftlerinnen und ihre Entdeckungen solltet ihr kennen!
Caroline Herschel (1750-1848)
Gemeinsam mit ihrem Bruder William erforschte Caroline Herschel den Nachthimmel. Dabei entdeckte sie acht neue Kometen und malte verschiedene Karten, wo man welchen Stern am Himmel sehen kann.
Quelle: IMAGO / United Archives InternationalWarum gibt es so wenige Wissenschaftlerinnen? Fünf Fakten:
Früher durften Frauen gar nicht an die Uni. 1909 war das erste Jahr, in dem an allen Universitäten in Deutschland auch Frauen studieren durften. Vorher durften das nur Männer, denn Frauen sollten sich vor allem um die Familie kümmern. Einige Politiker und Wissenschaftler befürchteten damals auch, dass Frauen nicht schlau genug wären, um Wissenschaftlerinnen zu werden. Damit lagen sie eindeutig falsch.
Als Professorin an einer Universität unterrichten und forschen durften Frauen in Deutschland noch später: Magarete von Wrangell war die erste. Ab 1923 war sie Professorin für Pflanzenernährungslehre und beschäftigte sich viel damit, wie Pflanzen am besten wachsen.
"Matilda-Effekt" nennt man es, wenn die wichtige Arbeit einer Wissenschaftlerin einfach übersehen wird. Ein berühmtes Beispiel ist Lise Meitner: Sie entdeckte in den 1940er Jahren zusammen mit ihrem Kollegen Otto Hahn die Kernspaltung - eine Riesenentdeckung! Aber den Nobelpreis bekam nur einer der beiden: Otto Hahn, der Mann im Team.
Benannt wurde der Effekt nach Matilda Joslyn Gage, einer Frauenrechtlerin aus den USA. Sie schrieb schon 1870: Natürlich können Frauen Erfinderinnen und Wissenschaftlerinnen sein!
Wenn ihr euch einen Menschen vorstellt, der in einem Labor arbeitet: Denkt ihr dann als erstes an einen Mann oder an eine Frau? Viele Menschen haben unterbewusst immer noch abgespeichert, dass eher Männer als Wissenschaftler arbeiten. Das kann dazu führen, dass Frauen nicht so ernst genommen werden - auch ohne, dass es Absicht ist.
Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft
Auch heute arbeiten noch viel weniger Frauen in der Wissenschaft als Männer. Geschätzt sind nur etwa ein Drittel aller Forschenden Frauen. Um darauf aufmerksam zu machen, wurde vor einigen Jahren der 11. Februar als Internationaler Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft festgelegt.
Es gibt aber auch eine gute Nachricht: Der Frauenanteil steigt langsam! Es gibt zum Beispiel immer mehr Professorinnen in Deutschland. Und immer öfter werden Frauen für ihre Forschung mit einem Nobelpreis ausgezeichnet: 2025 hat zum Beispiel die US-Amerikanerin Mary Brunkow den Nobelpreis für Medizin gewonnen. Sie erforscht das Immunsystem - also, wie sich der Körper gegen Krankheiten wehren kann.
Diesen Text haben Jule und Jelena geschrieben.