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Neujahr - der erste Tag im Jahr
Die ganze Nacht lang wurde das neue Jahr gefeiert - oft mit buntem Feuerwerk und lauten Knallern. Doch wegen der Zeitverschiebung stiegen die Raketen nicht überall gleichzeitig in den Himmel. Als es in Deutschland noch mitten am Tag war, feierten die Menschen auf Samoa, in Neuseeland, Australien, Japan und anderen asiatischen Ländern bereits in das neue Jahr.
Frohes neues Jahr 2026!
Quelle: imagoGroße Silvesterpartys fanden in Städten wie Hamburg und Berlin statt. Tausende kamen zum Beispiel ans Brandenburger Tor und zählten gemeinsam die letzten Sekunden bis Mitternacht herunter. Als letztes feiern die Menschen auf Hawaii ins neue Jahr - da ist es in Deutschland bereits 11 Uhr vormittags.
So feiern andere Länder Silvester und Neujahr
Anders als bei uns ist es an Silvester in Australien heiß, denn dort ist gerade Hochsommer. Und genau deshalb ist es dort auch verboten, privat zu böllern: Im Sommer ist es in Australien ziemlich trocken, schon ein kleiner Funke von einer Rakete könnte ein Buschfeuer auslösen. In der Großstadt Sydney gibt es allerdings ein Feuerwerk, das zwölf Minuten dauert - eine Minute für jeden vergangenen Monat des Jahres. Viele Menschen kommen, um das Spektakel anzuschauen.
In Frankreich feuern nur sehr wenige Leute privat Raketen oder ähnliches ab. In der Hauptstadt Paris ist das sogar verboten. Stattdessen gibt es nachts oft eine Lichtershow am Triumphbogen. Das Wahrzeichen der Stadt erstrahlt dann in bunten Farben und viele Menschen treffen sich in der Stadt, um auf das neue Jahr anzustoßen.
Schon Stunden vor dem Jahreswechsel warten jedes Jahr Hundertausende Menschen am Times Square in New York auf diesen Moment: Um 23:59 Uhr gleitet ein riesiger Ball (siehe Foto) aus hunderten Kristallen und LED-Lichtern langsam eine Stange hinunter, genau um Mitternacht erreicht er den Boden. Der sogenannte "Ball Drop" ist die wohl berühmteste Silvesterparty in den ganzen Vereinigten Staaten. Geknallt wird dagegen eher wenig in der Silvesternacht, in manchen US-Bundesstaaten ist es sogar verboten, privates Feuerwerk zu zünden.
Neujahr ist für die Japanerinnen und Japaner eines der wichtigsten Feste des ganzen Jahres. Zum Neujahrsfest werden viele traditionelle Gerichte gegessen, wie Mochi. Das sind klebrige Reiskuchen. Die sind so klebrig, dass einige Menschen Schwierigkeiten haben, sie zu schlucken. Seit Jahren empfehlen Experten, sie niemals alleine zu essen und sie vorher in kleine Stücke zu zerteilen. Außerdem werden am 1. Januar Neujahrskarten verschickt und Kinder bekommen am Neujahrstag Taschengeld, das in schicken Umschlägen verpackt ist.
Zu Silvester schneit es in Argentinien - und zwar Papierschnipsel. Um sich vom alten Jahr zu verabschieden, werden dort in manchen Gegenden alte Akten und Unterlagen geschreddert oder zerfetzt und aus dem Fenster geworfen. So soll man sich symbolisch von den Lasten des alten Jahres verabschieden. Im Laufe des Tages sind die Straßen dann mit lauter weißen Schnipseln bedeckt. Die Müllabfuhr startet also gleich mal mit einem riesen Haufen Arbeit ins neue Jahr.
In Schottland und in Griechenland gibt es eine alte Tradition, dass die erste Person, die nach Mitternacht das Haus betritt, entweder viel Glück oder Unglück bringt. Schreitet zum Beispiel ein Familienmitglied oder eine befreundete Person mit Geschenken durch die Tür, bringt das Glück. Ist es ein Fremder, der ohne Mitbringsel kommt, ist dies kein gutes Zeichen.
O Tannenbaum. Tatsächlich marschieren in einigen Teilen der Schweiz Menschen als Nadelbäume verkleidet von Haus zu Haus. In diesen Kostümen aus Reisig, Zweigen, Moos und Flechten stecken, na? - Nein, nicht Nikoläuse, sondern die Silversterkläuse.
Hier startet das neue Jahr am 13. Januar, nämlich nach dem Julianischen Kalender. In Russland nimmt man die Neujahrswünsche sehr ernst. Aus diesem Grund schreiben Menschen kurz vor Mitternacht ihren Wunsch fürs neue Jahr auf ein Stück Papier und zünden dieses an. Die Asche wird dann in ein Glas mit Flüssigkeit gegeben und getrunken.
Die Menschen in Südafrika starten mit Karneval ins neue Jahr. Der Höhepunkt ist am 2. Januar der bunte Trommelumzug durch Kapstadt. Dieser Brauch geht auf den Emanzipationstag zurück – den Tag, an dem die Sklaven in Südafrika (in den 1830er Jahren) vor fast 200 Jahren freigelassen wurden.
Spätere Neujahrsfeiern
Doch die Neujahrsfeiern sind nicht vorbei: Viele Chinesen feiern den Jahreswechsel an einem Tag zwischen dem 17. Februar und dem 3. März - je nachdem, wann Neumond ist. Und für viele Menschen in Thailand beginnt das neue Jahr sogar erst im April. Im Iran und in Afghanistan findet erst am 21. März das Neujahrsfest statt – pünktlich zum Frühlingsbeginn. Die unterschiedlichen Termine haben mit verschiedenen Religionen, Kulturen und Kalendern der Menschen zu tun.
Böllern macht vielen Spaß, doch manche fordern auch ein Verbot.
29.12.2025 | 1:38 minÜber dieses Thema hat logo! am 29.12. und 30.12.2025 berichtet.