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Wut gegen ICE:Was gerade in Minneapolis los ist
Einsatzkräfte der US-Behörde "ICE" haben in der US-Stadt Minneapolis zwei Menschen erschossen. Was genau passiert ist und warum deswegen gerade viele wütend sind.
Ob mit Trillerpfeife oder Kerzen: In den USA - und vor allem wie hier in der Stadt Minneapolis - gehen gerade viele Leute auf die Straße, um ein Zeichen gegen die US-Behörde ICE zu setzen.
Quelle: ddp / AA / AP / Adam GrayIn den USA sind viele Menschen sehr wütend - ganz besonders in der Stadt Minneapolis. Denn am Wochenende wurde dort ein 37-jähriger Mann von Einsatzkräften der US-Behörde ICE erschossen.
"ICE" steht für "United States Immigration and Customs Enforcement", das bedeutet etwa: "Behörde für Einwanderung und Zoll der Vereinigten Staaten".
Die ICE-Beamten und die US-Regierung sagen: Der Mann habe die ICE-Agenten mit einer Waffe bedroht. Aber: Auf Videos, die den Vorfall zeigen, ist nicht eindeutig zu erkennen, ob der 37-jährige wirklich eine Waffe hatte oder nicht.
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In den USA gibt es viele Diskussionen um das Verhalten der ICE-Agenten.
15.01.2026 | 1:33 minAlles begann Anfang Januar ...
Es ist nicht das erste Mal, dass ICE-Beamte einen Menschen in Minneapolis getötet haben. Am 7. Januar wurde bereits eine Frau erschossen. Auch hier ist nicht ganz klar, was damals genau passiert ist. Die ICE-Agenten und auch die Regierung der USA sagen: Die Frau wollte einen der Agenten anfahren. Aber auf Videos sieht es viel mehr so aus, als würde die Frau wegfahren - und nicht auf den Agenten zu.
... und das sind die Reaktionen:
In Minneapolis gibt es immer wieder Demonstrationen gegen ICE: Mal laut mit Trillerpfeifen und Trommeln - mal leise mit Kerzen, um an die Todesopfer und deren Familien zu denken. Einige Schülerinnen und Schüler haben in den vergangenen Tagen den Unterricht verlassen, um ein Zeichen gegen ICE zu setzen.
Nicht nur in Minneapolis, auch in den ganzen USA wird immer wieder über ICE gestritten. Nach dem Vorfall am Wochenende haben mehrere Politiker und Politikerinnen - darunter der ehemalige US-Präsident Barack Obama - zu friedlichen Protesten gegen die ICE-Behörde aufgerufen.
Diesen Text hat Simone geschrieben.
logo! hat am 15. Januar über dieses Thema berichtet.