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Himalaya: So ist die aktuelle Lage nach der Sturzflut

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So ist die aktuelle Lage:Heftige Sturzflut im Himalaya

Im Gebirge zwischen den Ländern Nepal und China hat es eine heftige Sturzflut gegeben. Was bisher über das Unglück bekannt ist.

Das ist passiert

Wassermassen, die binnen weniger Minuten Gebäude und ganze Dörfer wegreißen: Im Himalaya-Gebirge, in der Region zwischen den Ländern Nepal und China, kam es Mittwochabend zu einer heftigen Sturzflut. Brücken wurden weggespült, viele Gebäude versanken im Schlamm.

Karte: Sturzflut in Himalaya-Region zwischen Nepal und China

Auf dieser Karte seht ihr, in welcher Region sich die Katastrophe ereignete.

Quelle: ZDF

Mehr als 350 Personen kamen bei dem Unglück ums Leben, teilte die Polizei vor Ort zuletzt mit (Stand: 27.8., 16 Uhr). Vermutlich sind es aber noch viel mehr. Unter den Toten sind wohl sowohl Einheimische als auch Touristinnen und Touristen. Wie viele Menschen insgesamt verletzt wurden, ist noch nicht klar. Weiterhin werden mehr als tausend Personen vermisst.

Wie kam es zur Überschwemmung?

Ganz sicher ist das noch nicht. Fachleute gehen momentan davon aus, dass ein Erdrutsch am Mittwochmorgen eine Lawine aus Eis und Geröll ausgelöst haben könnte, wodurch wiederum ein Fluss blockiert wurde. Der Leiter der Abteilung für Hochwasservorhersage in Nepals Hauptstadt Kathmandu erklärte in der Zeitung "Kathmandu Post":

Es bildete sich ein See aus Eis und Geröll, der dann brach.

Binod Parajuli, Leiter der Abteilung für Hochwasservorhersage Kathmandu (Nepal)

Die Fachleute vor Ort vermuten, dass der Wasserschwall viel Geröll mit sich trug und deshalb mit umso mehr Wucht auf die Dörfer traf.

Hängt das mit dem Klimawandel zusammen?

Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass die Himalaya-Region (zu der Nepal gehört) sich schneller erwärmt als der Rest der Welt. Dadurch gibt es mehr und heftigere Regenfälle in der Gegend. Und: Gletscher schmelzen immer schneller ab, stellten Forschende in Kathmandu Anfang diesen Jahres fest. So etwas kann auch zu großen Erdrutschen führen.

Ein Polizist mit einem Spürhund begutachtet die Schäden nach Sturzfluten in Devighat.

Nach der Flut: Viele Rettungskräfte versuchen vor Ort, die Vermissten zu finden.

Quelle: dpa

Wie geht es weiter?

Aktuell ist die Lage vor Ort noch ziemlich unübersichtlich. Noch immer sind viele Wege im Katastrophengebiet blockiert. Dorthin, wo es möglich ist, reisen bereits jetzt viele Helferinnen und Helfer aus anderen Ländern, beispielsweise Rettungskräfte aus China. Die Staatschefs vieler Länder auf der ganzen Welt sprachen ihr Mitgefühl aus und kündigten an, helfen zu wollen - auch der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz.

Über dieses Thema berichtete logo! in der Sendung vom 27. August 2026.