logo! - die Kindernachrichten des ZDF
Christopher Street Day
- Gleiche Rechte für alle Menschen, egal, wen sie lieben und wie sie leben.
- Darum geht es am Christopher Street Day.
- Der wird an vielen Orten weltweit mit großen Paraden gefeiert.
Der Christopher Street Day ist ein weltweiter Protest - und Demonstrationstag. Er wird allerdings an unterschiedlichen Tagen gefeiert. Meistens hat fast jede große Stadt auf der Welt einen "eigenen" Christopher Street Day. Egal, wann und wo auf der Welt - an dem Tag wirds bunt: Oft sind glitzernde Kostüme, bunte Schminke und vor allem Regenbogen bei den Paraden zu sehen. Die Regenbogenflagge ist nämlich das Symbol des Christopher Street Day (CSD).
Ernster Hintergrund
Aber so lustig und bunt das ganze aussieht, es hat einen ziemlich ernsten Hintergrund: Am CSD wird mit großen Umzügen und Demonstrationen auf die Situation von Homosexuellen und Transgender-Menschen aufmerksam gemacht. Sie werden oft diskriminiert, also schlecht behandelt.
Das bedeutet homosexuell, queer, transgender:
Homosexuell sind Menschen, die sich zum gleichen Geschlecht sexuell hingezogen fühlen. Männer, die Männer lieben, werden auch als schwul bezeichnet. Frauen, die Frauen lieben, nennt man auch lesbisch.
Bisexuelle Menschen fühlen sich nicht nur zu einem Geschlecht hingezogen. Ein Mann fühlt sich also zum Beispiel zu Männern und Frauen hingezogen. Bisexuelle Menschen können sich also in eine Frau verlieben, aber zum Beispiel auch in einen Mann.
Manche Menschen finden, dass keiner dieser Begriffe so richtig auf sie zutrifft. Sie sagen dann zum Beispiel einfach, dass sie "queer" sind. In dem Begriff "queer" werden grundsätzlich alle Menschen vereint, die anders lieben als Frauen, die Männer lieben und Männer, die Frauen lieben.
Wer inter ist, hat bei der Geburt keine medizinisch eindeutigen Geschlechtsmerkmale. Der Arzt oder die Ärztin kann also nicht eindeutig erkennen, ob das Kind einen Penis oder Schamlippen hat.
Weiblicher Körper = Mädchen? Stimmt meistens, aber nicht immer: Bei manchen Menschen passt ihr biologisches Geschlecht, also der Körper, mit dem sie geboren wurden, nicht zu ihrem "gefühlten" Geschlecht. Zum Beispiel: Wenn ein Mensch mit einem weiblichen Körper geboren wird, aber für sich ganz klar fühlt: "Ich bin aber ein Junge!" - dann nennt man das Transgender. So geht es zum Beispiel auch Leo im Video.
Gleiche Rechte für alle!
Das fordern viele Menschen deshalb am Christopher Street Day. In einigen Ländern wird Homosexualität nämlich sogar bestraft. Schwule und Lesben können dort ins Gefängnis kommen. In manchen Ländern droht ihnen sogar die Todesstrafe. Gegen diese Ungerechtigkeit protestieren Menschen auf der ganzen Welt am Christopher Street Day (CSD). Einen der größten Umzüge gibt es jedes Jahr in New York. Hier hat die Geschichte des CSD auch angefangen:
Angefangen hatte alles im Sommer 1969 in der Stadt New York in den USA. Für die Homosexuellen, die dort wohnten, war das Leben nicht einfach. Sie durften sich zum Beispiel nicht in der Öffentlichkeit küssen. Machten es Paare trotzdem, wurden sie verhaftet. Auch einfach so in eine Bar gehen und dort feiern, war für sie nicht möglich.
Als am 28. Juni 1969 Polizisten Homosexuelle in einer Bar festnehmen wollten, gab es jedoch heftigen Widerstand. Danach demonstrierten immer mehr Menschen für die Rechte von Schwulen und Lesben. Weil die Bar, in der damals alles angefangen hat, in der Christopher Street lag, heißt der Gedenktag bis heute Christopher Street Day.
logo!:Das bedeutet LGBTQIA+