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Welt-AIDS-Konferenz
Politikerinnen und Politiker und auch Expertinnen und Experten aus aller Welt treffen sich diese Woche in München auf der Welt-AIDS-Konferenz. Bei diesem Treffen werden mehr als 10.000 Teilnehmer aus 175 Ländern erwartet. Es geht um die Krankheit AIDS. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wollen zum Beispiel darüber sprechen, wie die Krankheit besser bekämpft werden kann.
Aids ist die englische Abkürzung für den Ausdruck "Acquired Immune Deficiency Syndrome“. Auf Deutsch heißt das "Erworbene Immunschwäche". Aids ist eine Krankheit, die das Immunsystem schwächt. Jemand, der Aids hat, kann an den Folgen dieser Krankheit sterben.
Die Krankheit wird durch einen Krankheitserreger, einen Virus, ausgelöst. Dieses Virus heißt "Humanes Immundefekt-Virus“, kurz HIV oder HI-Virus. Menschen, die das HI-Virus in sich tragen, nennt man HIV-positiv. Sie merken häufig viele Jahre lang nichts davon. Doch nach und nach zerstört das HI-Virus das Immunsystem des Menschen. Wenn jemand HIV-positiv ist, wird sein Immunsystem langsam immer schwächer, der Körper kann sich nicht mehr wehren. Selbst eine normale Erkältung kann dann für diesen Menschen sehr gefährlich werden.
Das HI-Virus kommt bei HIV-positiven Menschen vor allem im Blut, in der Samenflüssigkeit des Mannes und in der Scheidenflüssigkeit der Frau vor. Über diese Körperflüssigkeiten kann man sich also mit dem HI-Virus anstecken. Sehr groß ist die Ansteckungsgefahr beim Sex, also dann, wenn mit dem HI-Virus infizierte Samen- oder Vaginalflüssigkeit von dem Körper eines Menschen in den Körper eines anderen gelangt. Über das Blut kann man sich nur infizieren, wenn Blut eines HIV-Positiven zum Beispiel in eine offene Wunde gelangt.
Gegen das HI-Virus kann sich jeder schützen. Ärztinnen und Ärzte, Krankenschwestern und Pfleger schützen sich zum Beispiel bei Behandlungen und Operationen mit Gummi-Handschuhen vor einer Übertragung durch Blut. Beim Sex kann man sich mit Kondomen schützen.
Weltweit ist AIDS ein Problem
Die rote Schleife gilt als Symbol für die Krankheit Aids.
Quelle: imago/DepositphotosAuch wenn sich in Deutschland immer weniger Menschen anstecken und sehr wenige sterben - in anderen Ländern sieht es anders aus: In einigen Regionen der Welt steigt Anzahl der Infektionen mit dem HI-Virus. Weltweit sind 2022 mehr als eine halbe Million Menschen an AIDS gestorben. Betroffen sind vor allem Menschen, die in Armut leben. Und viele Menschen wissen nicht genug über das Virus und die Krankheit.
Wie die Konferenz helfen soll
In den Gesprächen geht es vor allem darum, wie Menschen weltweit über AIDS und das HI-Virus informiert werden können. Zum Beispiel damit sie wissen, wie sie eine Ansteckung vermeiden, sich also schützen können. Es geht aber auch darum, wie Betroffene in ärmeren Regionen oder Ländern an die die richtige Medizin kommen können. Denn eigentlich hat die Organisation "Vereinte Nationen" das Ziel, die Krankheit bis zum Jahr 2030 zu besiegen.
Diesen Text haben Sophie und Karola geschrieben.
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