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Christentum, Islam und Co.:Religion in Deutschland
In Deutschland gibt es viele unterschiedliche Religionen - zum Beispiel Christentum, Islam und Judentum. Doch immer weniger Menschen sind religiös. Wie sieht's bei euch aus? ⬇️✍️
Das Christentum und der Islam spielen in Deutschland eine besondere Rolle. Für Christen gibt es evangelische und katholische Kirchen - Muslime gehen in eine Moschee.
Quelle: Imago✝️ ☪️ Das sind die häufigsten Religionen
In Deutschland gibt es viele unterschiedliche Religionen. Die meisten Menschen sind Christen, dazu gehören die katholische und evangelische Kirche. Auch der Islam ist weit verbreitet, also die Religion, an die Muslime glauben. Darüber hinaus gibt es noch viele weitere Religionen, die aber nicht ganz so weit verbreitet sind, wie beispielsweise das Judentum oder der Buddhismus.
⛪ So hat sich die Kirche verändert
Das Christentum spielt also schon immer eine besondere Rolle. Früher waren sogar fast alle Menschen in Deutschland Christen. Sie vertrauten der Kirche und hielten sich an religiöse Regeln. Ganz so ist das heute nicht mehr. Zwar spielt die Kirche immer noch eine große Rolle: Sie engagiert sich zum Beispiel in vielen sozialen Bereichen - wie Krankenhäusern, Pflegeheimen, Kindergärten und Jugendvereinen. Und trotzdem: Jedes Jahr verlieren die christlichen Kirchen Mitglieder: 2025 waren es etwa 1,2 Millionen.
Früher waren fast alle Menschen in Deutschland Christen.
19.03.2026 | 1:41 min🫸Darum gibt es weniger Kirchenmitglieder
Heute gehören also immer weniger Menschen in Deutschland einer christlichen Kirche an. Dafür gibt es mehrere Gründe: Viele haben zum Beispiel das Gefühl, sie brauchen Religion nicht in ihrem Leben. Manche finden, dass die Kirche nicht modern genug ist. Andere können schlimme Fehler der Kirche nicht verzeihen: In den vergangenen Jahren haben nämlich einige Menschen, die für die evangelische oder katholische Kirche gearbeitet haben, zum Teil schreckliche Verbrechen an Kindern begangen. Es geht dabei um sexuellen Missbrauch. Auch das hat dafür gesorgt, dass viele nichts mehr mit der Kirche zu tun haben möchten.
Sexueller Missbrauch: Was bedeutet das und was kann man dagegen tun?
18.04.2026 | 1:51 minDieser Text wurde von Simone und Carolin geschrieben.
Welche Rolle spielt Religion in eurem Leben: Ist sie wichtig, total egal oder einfach nur ein Schulfach? Schreibt's in die Kommentare ⬇️
Kommentare
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- logo!-Redaktion
Ihr habt uns geschrieben, dass euch die Sendung vom 19. März nicht gefallen hat, weil zwei Themen direkt hintereinander kamen: das Ende des Ramadan und die Geschichte der christlichen Kirche. 👉Das verstehen wir. Die beiden Beiträge hatten eigentlich nichts miteinander zu tun: Das Ramadan-Fest hat da begonnen, deshalb haben wir darüber berichtet. Und zum Thema Kirche gab es neue Mitgliederzahlen, über die wir informieren wollten. Wir wollten die Themen nicht vergleichen oder gegeneinander stellen. Im Nachhinein war es aber keine gute Entscheidung, beides direkt hintereinander zu zeigen. Das tut uns leid. Religion ist für viele Menschen ein wichtiges und persönliches Thema. Deshalb ist es uns wichtig, fair und respektvoll darüber zu berichten. 👉 Wenn ihr mehr über das Christentum wissen wollt, findet ihr auf logo.de auch weitere Infos – zum Glauben, zur Geschichte und dazu, was Kirchen heute machen.
- Pridy
Nicht alle Kirchenleute haben sexuellen Missbrauch begangen. Es waren eher Einzelfälle. Sexueller Missbrauch an Kindern wurde zwar in der katholischen Kirche systematisch vertuscht, aber nicht systematisch begangen. Bei euch klingt das so, als hätten viel mehr Kirchenleute diese Verbrechen begangen. Außerdem gibt es sexuellen Missbrauch auch in anderen Institutionen. In Sportvereinen oder so. Sexueller Missbrauch kann überall passieren. Da sind Kirchen nicht weniger sicher als andere Orte. Viele Kirchenleute sind auch nett zu Kindern. Natürlich nicht alle, aber es gibt auch nette. Wenn man hört „Schreckliche Verbrechen“ denkt man an einen Völkermord oder Töten. Man sollte nicht nur die Schattenseiten von einer Institution betrachten.
- Sisa
Die Themen direkt hintereinander zu zeigen war nicht das Problem, sondern die Unausgewogenheit und die rein negative und gruselige Darstellung des Christentums. Und das für Kinder. Der Fehltritt sollte personelle Konsequenzen haben, denn es braucht hier Personen, die dieser Verantwortung gewachsen sind! Mein Vertrauen in den ÖRR ist zutiefst verletzt. Unser Land wird übrigens der Christlich Demokratischen Union regiert!
- Mark
Ich finde es unverantwortlich so eine Berichterstattung im Kinderfernsehen auszustrahlen . Es gibt heutzutage viele ehrenamtliche in der christlichen Kirche die sich aufopferungsvoll für die Gemeinde und Familien einsetzen. In diesem beiden Berichten kommt rs so rüber, dass die christliche Kirche schon vom Ursprung an schlecht ist und im moslemischen Glauben alles toll ist. Ich finde diese Berichterstattung mehr als grenzwertig.