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1. Mai = Feiertag:Tag der Arbeit
"Tag der Arbeit", obwohl viele Menschen in Deutschland frei haben? Was es mit diesem Feiertag auf sich hat.
Der 1. Mai ist in Deutschland ein Feiertag. Ihr habt schulfrei und vermutlich müssen eure Eltern auch nicht arbeiten. An diesem Tag finden viele Demonstrationen und Kundgebungen statt:
Für die Antwort reisen wir mehr als 130 Jahre in der Zeit zurück ...
01.05.2026 | 1:23 minArbeiterinnen und Arbeiter machen mit Protestschildern, Pfiffen und Reden auf ihre Rechte aufmerksam. Sie fordern zum Beispiel, dass alle Menschen in Deutschland eine sichere Arbeit haben und fair bezahlt werden sollen. Organisiert werden diese Veranstaltungen oft von Gewerkschaften. Damit die Menschen auch Zeit haben, dorthin zu gehen, ist der 1. Mai ein Feiertag. Es gibt ihn übrigens auch in vielen Ländern der Welt.
Vor mehr als 130 Jahren arbeiteten die meisten Menschen in Fabriken. Obwohl sie jeden Tag (auch an den Wochenenden) viel arbeiteten, bekamen sie nur wenig Lohn. Um daran etwas zu ändern, schlossen sie sich zu Gruppen zusammen, sogenannten Gewerkschaften. Anfang Mai 1886 gingen Tausende Arbeiter in der Stadt Chicago in den USA auf die Straße und forderten mehr Rechte. Bei dieser Demonstration kam es zwischen den Arbeitenden und der Polizei zu Kämpfen, bei denen Menschen auch verletzt wurden oder sogar starben. Am 1. Mai wird auch an diese Menschen erinnert.
Am 1. Mai gehen nicht nur Arbeiterinnen und Arbeiter auf die Straße: Auch viele andere Menschen demonstrieren an diesem Tag. Viele linke Gruppen fühlen sich mit diesem Tag besonders verbunden. Denn: „Links“ bedeutet in der Politik oft, sich für Gleichheit oder faire Löhne einzusetzen. Unter den Demonstrierenden sind teilweise auch Linksextreme. Dabei kommt es manchmal zu Gewalt: Mülltonnen werden angezündet oder es gibt Auseinandersetzungen zwischen den Demonstrierenden und der Polizei.
Kinderarbeit: inzwischen verboten!
Übrigens: Am 1. Mai geht es auch um Kinderrechte und um Kinderarbeit. In Deutschland war es vor fast 200 Jahren noch völlig normal, dass Kinder arbeiten, etwa auf Feldern und in Bergwerken. Gewerkschaften setzten sich dafür ein, dass Kinderarbeit verboten wird. 1839 trat erstmals ein Gesetz in Kraft, dass Kinderarbeit unter neun Jahren verbot. Kinder zwischen neun und 16 Jahren durften "nur noch" zehn Stunden am Tag arbeiten. Aber der erste Schritt war damit getan.
Verbot von Kinderarbeit in Deutschland
1960 wurde Kinderarbeit in Deutschland komplett verboten. Seitdem dürfen sich nur noch Kinder ab zwölf Jahren etwas zum Taschengeld dazuverdienen - zum Beispiel mit Nachhilfe oder Babysitten.
Quelle: IMAGO / frontalvision.comlogo!:Das sind Gewerkschaften
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