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1. Mai = Feiertag: Tag der Arbeit

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1. Mai = Feiertag:Tag der Arbeit

"Tag der Arbeit", obwohl viele Menschen in Deutschland frei haben? Was es mit diesem Feiertag auf sich hat.

Der 1. Mai ist in Deutschland ein Feiertag. Ihr habt schulfrei und vermutlich müssen eure Eltern auch nicht arbeiten. An diesem Tag finden viele Demonstrationen und Kundgebungen statt:

logo! erklärt: Tag der Arbeit

Für die Antwort reisen wir mehr als 130 Jahre in der Zeit zurück ...

01.05.2026 | 1:23 min

Arbeiterinnen und Arbeiter machen mit Protestschildern, Pfiffen und Reden auf ihre Rechte aufmerksam. Sie fordern zum Beispiel, dass alle Menschen in Deutschland eine sichere Arbeit haben und fair bezahlt werden sollen. Organisiert werden diese Veranstaltungen oft von Gewerkschaften. Damit die Menschen auch Zeit haben, dorthin zu gehen, ist der 1. Mai ein Feiertag. Es gibt ihn übrigens auch in vielen Ländern der Welt.



Kinderarbeit: inzwischen verboten!

Übrigens: Am 1. Mai geht es auch um Kinderrechte und um Kinderarbeit. In Deutschland war es vor fast 200 Jahren noch völlig normal, dass Kinder arbeiten, etwa auf Feldern und in Bergwerken. Gewerkschaften setzten sich dafür ein, dass Kinderarbeit verboten wird. 1839 trat erstmals ein Gesetz in Kraft, dass Kinderarbeit unter neun Jahren verbot. Kinder zwischen neun und 16 Jahren durften "nur noch" zehn Stunden am Tag arbeiten. Aber der erste Schritt war damit getan.

Junge Handwerker, Maurer Azubis 1953 Berlin Historisches Bild und Foto: Bauarbeiter, Kinderarbeit, Kinder, Jugendliche, Tagelöhner beim Bau, Umbau der Stalinallee im Jahr 1953 nach den Visionen des Sozialistischen Realismus bzw. der Nationalen Bautradition.
Kinderarbeit in Bangladesch
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Afghanistan, Kandahar: Mädchen sortieren Granatapfelkerne. Archivbild
Auf dem Foto sieht man einen Haufen an dunkelbraunen Kaffeebohnen, in denen eine Münzgroße Plakette liegt. Auf dieser kleinen Münze, bzw. weißen Plakette, ist das blau, grün und schwarze Fairtrade-Logo draufgedruckt.

Verbot von Kinderarbeit in Deutschland

1960 wurde Kinderarbeit in Deutschland komplett verboten. Seitdem dürfen sich nur noch Kinder ab zwölf Jahren etwas zum Taschengeld dazuverdienen - zum Beispiel mit Nachhilfe oder Babysitten.

Quelle: IMAGO / frontalvision.com

Über dieses Thema berichtete logo! in der Sendung vom 1. Mai 2026.

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