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Künstliche Intelligenz: Pro und Contra
Sich im Internet ganze Sätze auf Italienisch übersetzen lassen. Das Smartphone entsperren, indem man das Gesicht davorhält. Oder sich ein Gemälde im Stil eines berühmten Künstlers malen lassen. Was hat all das gemeinsam?
Okay, die Überschrift hat's euch bestimmt schon verraten: All das funktioniert mit Künstlicher Intelligenz (kurz "KI"). Inzwischen taucht sie in ganz verschiedenen Bereichen auf. Es gibt sogar Busse, die durch eine KI eigenständig fahren - also ohne eine Person hinterm Steuer! Abgefahren, oder?
Doch warum spricht das Computerprogramm perfektes Italienisch - und wie kann eine Maschine alleine Auto fahren? Der Grund: KIs sind in der Lage, zu lernen. Sie werden mit viiielen Informationen gefüttert und gehen diese wieder und wieder durch, so ähnlich wie unser Gehirn. Wie das genau funktioniert (und was das mit Beethoven zu tun hat), erfahrt ihr im Video:
Doch nicht alle finden den Gedanken an selbstfahrende Autos oder eigenständige Roboter beruhigend. Welche Chancen bringt Künstliche Intelligenz unter anderem mit sich - und welche Risiken?
Was für KI spricht:
Wieso stundenlang am Schreibtisch sitzen, wenn auch Chat GPT den Aufsatz schreiben oder die komplizierte Rechenaufgabe lösen kann - und das in Sekundenschnelle? KI kann den Alltag ziemlich vereinfachen. Sie kann einem nicht nur Aufgaben abnehmen, sondern auch Ideen liefern, die perfekt auf einen selbst zugeschnitten sind: etwa fürs nächste Urlaubsziel, eine Filmempfehlung oder ein neues Kochrezept. (Dass es trotzdem klug ist, die Hausaufgaben selbst zu machen, hat Teresa hier rausgefunden.)
Apropos Sekundenschnelle: KIs sind blitzschnell darin, Aufgaben zu erledigen, für die Menschen sonst deutlich mehr Zeit bräuchten. Deshalb benutzen inzwischen viele Unternehmen solche Computerprogramme - zum Beispiel, wenn es darum geht, riesige Textmengen zu lesen oder technische Daten schnell auszuwerten. KI schafft es, unglaublich große Datenmengen superschnell durchzugehen. So sparen die Unternehmen Zeit.
In fast jedem Job gibt es diese Aufgaben, die so richtig nervtötend sind, die man aber trotzdem erledigen muss: zum Beispiel eintönige Listen oder Formulare ausfüllen. Wenn KI diese Aufgaben übernimmt, haben die Menschen im Beruf dafür Zeit für andere Dinge, die ihnen mehr Spaß machen: Sie können sich etwa kreativ austoben oder mit Menschen sprechen. Außerdem kann KI einspringen, wenn in einem Job Angestellte fehlen. Inzwischen gibt es sogar Restaurants, in denen Roboter kellnern - klingt wie in einem Science-Fiction-Film, oder?
Und was dagegen spricht:
Sie können zwar lernen wie wir Menschen, doch andere Dinge können KIs nicht. Der wichtigste Unterschied: Roboter haben keine Gefühle. Sie empfinden zum Beispiel kein Mitgefühl und kriegen auch kein schlechtes Gewissen. Viele sind deshalb dagegen, dass solche gefühllosen Roboter oder Computerprogramme Entscheidungen treffen sollen - Entscheidungen, die viele Menschen betreffen können.
Okay, wenn Chat GPT sowieso viel schneller Texte schreiben oder rechnen kann als wir Menschen - braucht man für manche Berufe dann überhaupt noch echte Menschen? Zum Beispiel in der Buchhaltung oder in der Mathematik, beim Dolmetschen - oder, ähm, im Journalismus (also zum Beispiel bei logo!)? Manche befürchten, KI könnte in Zukunft Jobs klauen und die Arbeitswelt ordentlich durcheinanderwirbeln.
Zack, Planänderung: Wer kennt es nicht, dass sich eine Situation spontan ändert? Wir Menschen können gut mit solchen Planänderungen umgehen (zumindest meistens). Für Maschinen ist das jedoch schwieriger: Sie können nicht gut improvisieren, also auf etwas Unerwartetes reagieren. Für selbstfahrende Autos können daher große Hagelkörner oder schmutzige Straßenschilder zum Problem werden, wenn die KI nicht gelernt hat, mit exakt diesen Situationen umzugehen - und das ist gefährlich für den Straßenverkehr.
Und es gibt noch eine Gefahr: Mit KI kann man Nachrichten, Bilder oder Videos fälschen; mehr dazu erfahrt ihr im Video.
Diesen Text hat Debbie geschrieben.
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