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Cyberkriminalität:So schützt ihr euch vor Dieben im Internet
Die Bankräuber von gestern sind heute Cyberkriminelle – Diebe im Internet. Wie gefährlich sie sind und wie man sich vor ihnen schützen kann.
So ein Kostüm brauchen Cyberkriminelle natürlich nicht - sie verstecken sich im Internet und bleiben oft unentdeckt.
Quelle: ZDF/ Imago (Collage)So gehen die Diebe im Internet vor
Manche Verbrecher fischen nach Daten und Passwörtern - und zwar mit einem Köder. Das nennt man Phishing und das geht so: Verbrecher verschicken dabei E-Mails, SMS oder Nachrichten wie WhatsApps an viele verschiedene Nutzer. Diese Nachrichten wirken so, als kämen sie von einer bekannten Firma und sehen oft täuschend echt aus. Von dort aus wird man dann zum Beispiel auf Webseiten weitergeleitet, auf denen man Daten zu Kreditkarten, Bankkonto oder Passwörter eingeben soll. Wer da seine Daten eingibt, kann dann ganz einfach bestohlen werden.
Oft sind Firmen Opfer von Internetstraftaten. Dabei verschaffen sich die Verbrecher mit Cyber-Tricks Zugriff auf die Daten fremder Computer - man nennt das hacken. Es kommt aus dem Englischen und wird "häcken" ausgesprochen. Haben sie Zugriff auf die Daten, verschlüsseln sie diese so, dass die Firmen selbst nicht mehr drankommen. Die Internetverbrecher fordern dann viel Geld dafür, die Daten wieder freizugeben.
Beim Wort Virus denkt ihr bestimmt an das Coronavirus oder Grippe. Aber auch Computer können "krank" werden. Computerviren sind schädliche Daten, die einen Computer völlig durcheinanderbringen können. Auch hier arbeiten die Internetverbrecher mit Betrug: Sie verschicken per E-Mail Links zu Downloads oder sie machen Anzeigen im Internet, dass man unbedingt etwas bestimmtes herunterladen soll.
Zum Beispiel tun sie so, als seien es Spiele oder wichtige Computerprogramme. Oder man klickt nur auf eine Website und schon ist der Computer infiziert. Das Schadprogramm, kann dann zum Beispiel alles mögliche ausspähen oder der Verbrecher übernimmt dadurch sogar die Kontrolle über den Computer.
Ganz gefährlich wird es natürlich, wenn die Verbrecher Computer angreifen, die zum Beispiel dafür benötigt werden, Städte mit Wasser oder Strom zu versorgen.
Auch Politikerinnen und Politiker können ausgespäht werden oder Firmen, um ihre Geheimnisse zu stehlen. Es geht bei Cyberkriminalität nämlich auch gar nicht immer nur um Geld, sondern auch um Informationen. Das nennt man dann Cyberspionage. Dabei hacken sich die Verbrecher in Computer, um Informationen zu stehlen.
So verbreitet ist Cyberkriminalität in Deutschland
Ein aktueller Bericht zeigt: Im vergangenen Jahr soll jeder zehnte Internetnutzer in Deutschland mindestens einmal Opfer von Dieben im Internet geworden sein. Am häufigsten passieren Betrügereien in Onlineshops.
Nicht jeder Shop im Internet ist echt - so fallt ihr nicht drauf rein!
12.05.2026 | 1:26 minFür die Polizei ist es teilweise schwierig, Verbrechen im Internet aufzuklären. Denn diese Verbrechen passieren meistens nicht an einem bestimmten Ort. Man kann auch in einem ganz weit entfernten Land sitzen und sich in Computer hacken.
So könnt ihr euch schützen - 6 Tipps:
Auch wenn euch vielleicht ein großartiger Gewinn versprochen wird - bloß nicht einfach draufklicken! Das ist nämlich oft Betrug und statt des Gewinns habt ihr dann einen Virus. Wenn euch eine Webseite irgendwie komisch vorkommt, macht sie lieber schnell zu oder fragt einen Erwachsenen.
Wenn ihr auf einer Website aufgefordert werdet, ein Passwort, eure E-Mail-Adresse oder irgendetwas anderes von euch zu verraten, lasst es lieber oder fragt einen Erwachsenen. Gebt besser nicht einfach etwas von euch preis. Es soll ja nicht irgendjemand, den ihr nicht kennt, eure Telefonnummer oder euren Wohnort erfahren, oder?
Auch wenn ihr euch irgendwo anmeldet: Füllt nur die Felder aus, die unbedingt nötig sind. Manche Angaben sind freiwillig, das heißt: Ihr müsst nichts dazu sagen. Manchmal gibt es einen Hinweis, dass die Daten zu Werbezwecken genutzt werden können. Bei diesem Satz einfach das Häkchen entfernen!
Wenn euch ein Freund ein Foto per E-Mail schickt - kein Problem, natürlich könnt ihr das runterladen und öffnen! Aber wenn ihr den Absender nicht kennt, ladet es lieber nicht runter und klickt es auch nicht an. Am besten ist, wenn ihr eine solche E-Mail gar nicht erst öffnet. Oft sind das zum Beispiel E-Mails mit Werbung oder es werden Gewinne versprochen - manchmal erkennt man sie sogar ganz einfach daran, dass in der Betreffzeile ganz viel falsch geschrieben ist.
Wenn ihr plötzlich irgendwelche Nachrichten bekommt, in denen steht, ihr sollt zum Beispiel Geld überweisen, sonst werdet ihr verklagt - bloß nicht darauf eingehen oder antworten! Egal, was ihr vorher vielleicht angeklickt habt, das ist auf jeden Fall ein Betrüger-Trick. Ihr müsst euch da auch nicht schämen, das kann jedem mal passieren. Zeigt es am besten euren Eltern und besprecht zusammen, wie ihr damit umgeht.
Wenn ihr ein Passwort braucht, ist es ganz wichtig, dass ihr ein sicheres Passwort verwendet, das nicht so leicht geknackt werden kann. Am besten ist es möglichst kompliziert, mit Zahlen, Großbuchstaben und Satzzeichen. Klickt hier für Tipps für sichere Passwörter.
Das habt ihr von euren Eltern bestimmt schon oft gehört: nicht einfach Menschen zur Tür reinlassen. Und so ist es auch im Internet oder am Telefon: einfach niemanden reinlassen - wenn ihr euch nicht sicher seid, immer lieber auf "Schließen" klicken und am Telefon einfach auflegen. Cyberkriminelle brauchen für ihre Machenschaften meistens jemand, der irgendwo etwas öffnet, auf etwas draufklickt oder Daten verrät. Aber wenn ihr da einfach vorsichtig seid, kann euch nichts passieren.
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