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Streik statt Unterricht:Warum Lehrer heute auf die Straße gingen
Einige Lehrer und Lehrerinnen haben gestreikt. Warum, erfahrt ihr hier. Habt ihr etwas davon mitbekommen? Hattet ihr keinen Unterricht deswegen? Schreibt uns in die Kommentare!
Etwa 12.000 Menschen sollen heute beim "Streiktag Bildung" mitgemacht haben - zum Beispiel in Berlin, Hamburg und Leipzig.
Quelle: dpa / Marcus Brandt / Jan WoitasWer hat mitgemacht?
Tatsächlich waren es nicht nur Lehrer und Lehrerinnen, die heute gestreikt haben. Es waren auch andere Menschen dabei, deren Jobs etwas mit Bildung zu tun haben - also zum Beispiel auch Erzieherinnen und Erzieher aus Kitas. Sie alle haben nämlich die gleiche Forderung: Sie wollen in ihren Jobs mehr Geld verdienen und bessere Arbeitsbedingungen.
Warum gerade jetzt?
Die Streikenden gingen heute nicht einfach so spontan auf die Straße. Es gibt einen Grund: Gerade werden nämlich neue Verträge verhandelt. Darin wird zum Beispiel stehen, wieviel Geld die Mitarbeitenden - also Lehrerinnen, Erzieher und Co. - in Zukunft verdienen sollen. Diese Verhandlungen nennt man in diesem Fall "Tarifverhandlungen".
Die aktuellen Tarifverhandlungen sind der Grund, warum so viele Menschen auf die Straße gingen - logo! erklärt's.
29.01.2026 | 1:31 min➡️ Die Streikenden wollen also während der Tarifverhandlungen den Druck auf ihre Chefs und Chefinnen erhöhen. Sie hoffen, dass dadurch ihre Chance steigt, nach den Verhandlungen mehr Geld verdienen zu können.
Welche Lehrer betrifft es genau?
Tatsächlich waren heute nicht alle Lehrer und Lehrerinnen dazu aufgerufen, bei dem Streik mitzumachen. Es gibt nämlich einen Unterschied zwischen verbeamteten und angestellten Lehrern.
Angestellte Lehrer haben einen normalen Arbeitsvertrag, wie viele andere Erwachsene in ihren Jobs auch. Sie können nach normalen Regeln gekündigt werden und dürfen - wie andere Arbeitnehmer auch - an Streiks teilnehmen.
Verbeamtete Lehrer haben einen etwas anderen Arbeitsvertrag, sie sind nämlich direkt beim Staat angestellt. Das Besondere daran: Ihr Job ist super sicher, sie können fast nie gekündigt werden. Meistens bekommen sie auch etwas mehr Gehalt als angestellte Lehrer. Dafür müssen sie sich an strenge Regeln halten und dürfen zum Beispiel nicht streiken.
An diesem Streik heute haben also nur angestellte Lehrer und Lehrerinnen teilgenommen. Ob sie ihre Forderungen durchsetzen können, wird sich bei den nächsten Tarifverhandlungen Mitte Februar zeigen.
Diesen Text hat Simone geschrieben.
logo! hat am 29.01.2026 über diesen Thema berichtet.
Habt ihr etwas von dem Streik mitbekommen? Schreibt uns unten in die Kommentare:
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Kommentare
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- Henk aus Bonn😎
Ich hab rein gar nichts mitbekommen. Deswegen gibt es ja auch Logo! um sich zu informieren.