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Ab ins Watt – aber mit Plan!:So wandert ihr sicher durchs Watt
Bei Ebbe wird das Watt zur riesigen Wanderfläche. Doch wer dort unterwegs ist, muss die Flut im Blick haben. Das sind die wichtigsten Tipps.
Das Wattenmeer ist ein besonderer Teil der Nordsee: Bei Ebbe zieht sich das Wasser zurück und der Meeresboden wird sichtbar, dann kann man dort sogar wandern! Doch so eine Wanderung über den Meeresboden kann auch gefährlich werden. Denn der Boden ist matschig und weich. In diesen Schlick (so heißt der spezielle Schlamm) kann man leicht einsinken und stecken bleiben – alleine wieder rauskommen? Fehlanzeige!
In dem Fall müssen Rettungskräfte anrücken und die Person rausholen, zum Beispiel die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG):
Wenn sich im Watt jemand verletzt, muss es schnell gehen. Das DLRG-Jugendteam übt genau das: eine Person sicher aus dem Schlick an Land bringen.
26.08.2025 | 2:23 minUnd worauf sollte man im Watt achten?🤔 Das sind die Tipps der DLRG:
- Nie alleine loslaufen, sondern nur mit einer Wattführerin oder einem Wattführer. Sie kennen die Wege und bieten geführte Wattwanderungen an (meist ab sechs bis acht Jahren).
- Direkt vorne am Strand kann man auch ohne Wattführer barfuß spazieren. Doch auch hier gilt: Immer jemandem Bescheid sagen (oder am besten gemeinsam mit den Eltern oder anderen Erwachsenen gehen).
- Und: Vorsicht, Schlick! An manchen Stellen kann man tief einsinken und stecken bleiben. Alleine kommt man nur schwer wieder heraus.
- Bei Nebel, Sturm oder Gewitter gilt: an Land bleiben! Auch bei Dämmerung oder im Dunkeln sollte man nicht ins Watt gehen.
- Immer auf die Flut achten! Informiert euch vorher, wann das Wasser zurückkommt. Das steht in speziellen Tabellen, die es für jeden einzelnen Ort gibt (in sogenannten Tidenkalendern). Plant genug Zeit für den Rückweg ein - auch wenn es so aussieht, als wärt ihr nicht weit weg.
Und warum ist das Watt so besonders?
Mal ist der Meeresboden trocken, mal liegt er wieder unter Wasser. Das liegt an Ebbe und Flut: Etwa alle sechs Stunden kommt das Meer zurück und verschwindet danach wieder. Und obwohl das Watt auf den ersten Blick vielleicht leer aussieht, ist dort richtig viel los!
Im Schlick und Sand leben zum Beispiel Wattwürmer, Muscheln und kleine Krebse. Sie sind Futter für viele Vögel. Deshalb kommen jedes Jahr riesige Schwärme von Zugvögeln ins Wattenmeer. Sie machen dort eine Pause und fressen sich für ihre weiten Flüge satt. Auch Robben fühlen sich im Wattenmeer wohl. Sie liegen bei Ebbe gerne auf Sandbänken und ruhen sich aus.
Das Wattenmeer ist also ein riesiger Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Und es ist so besonders, dass große Teile davon geschützt sind und zum Weltnaturerbe gehören.
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