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Wahlen in Serbien:Protestbewegung wird Wahlsieger
14 Jahre lang waren Aleksandar Vučić und seine Partei in Serbien an der Macht. Bei den Parlamentswahlen hat seine Partei nun klar verloren.
Die meisten Stimmen holte die sogenannte "Studentenliste". An vielen Orten im ganzen Land brach nach Bekanntwerden der Ergebnisse Jubel aus. In der Hauptstadt Belgrad feierten zehntausende Menschen. Die Studentenliste war aus einer Protestbewegung gegen die Regierung von Aleksandar Vučić entstanden.
In Belgrad feierten viele Menschen auf der Straße.
Quelle: action pressStudentenbewegung ohne Studenten
Die Proteste wurden ursprünglich von Studentinnen und Studenten organisiert und heißt deshalb Studentenliste, doch auf ihrer Wahlliste stehen vor allem Professorinnen und Professoren, Ärztinnen und Ärzte sowie Künstlerinnen und Künstler. Und: Wer von ihnen jetzt Chef der Regierung werden könnte, steht noch nicht fest. Die Studentenliste hat ein Programm vorgestellt. Darin steht unter anderem, dass die Gesetze wieder eingehalten, die Demokratie gestärkt und Korruption besser bekämpft werden sollen.
Die Studentenliste gibt es noch gar nicht lange. Sie ist aus Protesten gegen die Regierung entstanden, die 2024 begonnen hatten. Teilweise sind Hunderttausende Menschen auf die Straße gegangen, weil sie unzufrieden mit dem serbischen Präsidenten Aleksandar Vučić und seiner Regierung waren. Sie warfen ihm und anderen Politikerinnen und Politikern unter anderem Korruption vor, also dass sie sich mit Geld bestechen lassen. Außerdem kritisierten sie, dass Aleksandar Vučić zu viel Macht gehabt habe und zum Beispiel beeinflusse, worüber die Medien berichten.
Hunderttausende protestierten in Serbien gegen die Regierung.
Quelle: epaIm November 2024 ist bei einem Bahnhof in Serbien ein Dach eingestürzt. 16 Menschen starben bei dem Unglück. Viele Menschen in Serbien sind der Meinung, dass die Regierung schuld an dem Unglück gewesen sei. Sie sagen, die Politikerinnen und Politiker hätten sich mit Geld bestechen lassen und nicht genug kontrolliert, ob der Bahnhof sicher gebaut wurde. Studentinnen und Studenten organisierten schließlich Demonstrationen. Sie forderten, dass aufgeklärt wird, wer Schuld an dem Unglück hat. Immer mehr Menschen schlossen sich den Demonstrationen an. Schließlich forderten die Demonstranten, den Rücktritt der Regierung. Aus den Protesten heraus entstand die sogenannte "Studentenliste", die zu den Wahlen angetreten ist und sie nun auch gewonnen hat.
Diesen Text haben Felix und Lara geschrieben.