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Sklaverei in den USA:So wurden Sklaven ausgebeutet und unterdrückt
In den USA kämpfen Schwarze bis heute für ihre Rechte. Dass sie zum Teil noch immer benachteiligt werden, hat mit der Geschichte der Sklaverei zu tun.
Sklavenhandel
Als die ersten Europäer in Amerika ankamen, suchten sie billige Arbeitskräfte. Sie wollten sich ein Leben aufbauen in dem unbekannten Land. Es gab harte Arbeit zum Beispiel in Bergwerken und in der Landwirtschaft. Zu dieser Arbeit wurden Menschen aus Afrika gezwungen.
Ab dem Jahr 1619 entstand nämlich ein Menschenhandel zwischen den Kontinenten Europa, Afrika und Amerika.
Europäische Seefahrer brachten begehrte Waren, wie Waffen, Pferde und Alkohol an die Küsten von Westafrika. Die Waren gaben sie den Herrschern dort im Tausch gegen Sklaven.
Für Machthaber an den Küsten Westafrikas war das ein gutes Tauschgeschäft. Sie erhielten die Waren. Im Gegenzug wurden Millionen Afrikaner gezwungen, die Schiffe der Europäer zu besteigen. Sie wurden zu Sklaven.
Sehr viele Sklaven starben schon auf dem Weg nach Amerika unter schrecklichen Bedingungen. Wer überlebte, wurde dort verkauft. Anschließend wurden die Schiffe wieder beladen: mit Waren aus Amerika. Zum Beispiel wurden dann Tabak, Kaffee und Baumwolle zurück nach Europa gebracht.
Rund 200 Jahre lang lief dieses Tauschgeschäft. Im Jahr 1808 wurde der Sklavenhandel zwischen Afrika und Amerika verboten.
Bis dahin waren bereits Millionen Sklaven nach Amerika, auch in die USA, gekommen.
Innerhalb der USA wurden schwarze Menschen weiterhin als Sklaven verkauft.
Sklaven und ihre Kinder wurden wie Ware gehandelt und zur Arbeit gezwungen.
Quelle: ddp / camera press / ilnSklavenarbeit
Sklaven hatten keine Rechte. Sie konnten nicht frei über ihr Leben bestimmen und wurden unterdrückt und misshandelt.
Sklaven mussten, so wie hier zum Beispiel in der Landwirtschaft, auf Plantagen sehr hart arbeiten.
Quelle: Imago Images / ImageBROKERAbschaffung der Sklaverei
Im Jahr 1861 begann ein Krieg zwischen den Staaten im Norden und den Staaten im Süden der USA. Die Nordstaaten waren dafür, die Sklaverei abzuschaffen. Die Südstaaten waren dagegen.
Im Bürgerkrieg ging es auch um die Frage, ob Nord- und Südstaaten ein Land sein sollten, oder geteilt würden.
Quelle: picture alliance / dpaDer Norden der USA war wirtschaftlich erfolgreicher als der Süden. Denn hier lebten mehr Menschen. Es gab Fabriken und moderne Maschinen.
Viele Menschen im Norden waren der Meinung, dass die Sklaverei abgeschafft werden solle. Sie fanden, dass sie der Idee der USA widersprach, in der es um Freiheit und Gleichheit ging.
Der Süden der USA war wirtschaftlich nicht ganz so erfolgreich. Es lebten dort weniger Menschen. Sie lebten vor allem von der Landwirtschaft. Auf den Feldern und Plantagen wurden deshalb Arbeitskräfte gebraucht. Viele weiße Südstaatler verdienten durch die Arbeit versklavter Menschen eine Menge Geld. Und sie fürchteten, dass das ohne die Sklaven nicht so gut funktionieren würde.
Außerdem fühlten sie sich als Weiße wertvoller und meinten, es sei richtig, wenn Schwarze weniger Rechte hätten als sie.
Unterdrückung geht weiter
Den Krieg gewannen die Nordstaaten. Damit wurde die Sklaverei 1865 in den USA abgeschafft.
Aber Schwarze wurden weiter unterdrückt. Vor allem in den Südstaaten. Es gab immer wieder gewalttätige Überfälle von Weißen auf Schwarze. Außerdem wurden Schwarze streng von Weißen getrennt:
- Schwarze durften zum Beispiel nicht in die gleichen Schulen gehen, wie Weiße.
- Sie wurden in anderen Krankenhäusern behandelt.
- Sie durften nicht auf den Sitzplätzen der Weißen im Bus sitzen.
Rosa Parks weigerte sich 1955, ihren Sitz im Bus für einen weißen Fahrgast freizugeben.
Quelle: APDemonstrationen
Gegen diese Ungerechtigkeiten begannen sich immer mehr Schwarze zu wehren. Sie taten das weitgehend friedlich und ohne Gewalt.
Im Jahr 1963 kam es zu großen Demonstrationen an vielen Orten der USA. Dabei machten nicht nur Schwarze, sondern auch Weiße mit.
Sie forderten, dass die Trennung von Schwarzen und Weißen abgeschafft werden solle.
Heute
Die Demonstrierenden hatten Erfolg.
Seit 1964 verbietet ein Gesetz Benachteiligung zum Beispiel wegen der Hautfarbe. Schwarze und Weiße haben laut dem Gesetz die gleichen Rechte und es gibt keine Trennung mehr zwischen ihnen.
Auch wenn sich seitdem vieles verbessert hat für Schwarze in den USA: Trotzdem gibt es bis heute Diskriminierung und Rassismus ihnen gegenüber und immer noch gehen Menschen dort dagegen auf die Straße.
Diesen Text hat Carolin geschrieben.
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