logo! - die Kindernachrichten des ZDF
Wenn Angst das Leben bestimmt:Was ist eine Angststörung?
Angst vor einem Test oder im Dunkeln: Wir alle haben Angst – und das ist grundsätzlich gut so! Bei manchen Menschen wird die Angst aber sehr groß und geht nicht weg.
Quelle: imago/imagebroker; ZDF
Angst zu haben ist grundsätzlich normal. Das Gefühl kennen wir alle und kann sogar wichtig sein: Die Angst warnt uns vor Gefahren und sorgt dafür, dass wir besonders vorsichtig und aufmerksam sind. Manchmal fürchten wir uns auch vor Dingen, die eigentlich gar nicht so bedrohlich sind, zum Beispiel vor einem Referat in der Schule. Ist das geschafft, ist die Angst normalerweise wieder weg.
Wenn sich Menschen aber richtig oft und so sehr vor etwas fürchten, dass es sie in ihrem Leben stark belastet, dann kann eine Angststörung dahinterstecken. Bei Kindern und Jugendlichen ist das eine der häufigsten psychischen Erkrankungen. Fachleute schätzen, dass in Deutschland etwa jedes zehnte Kind davon betroffen ist.
In diesem Video erfahrt ihr, was psychische Krankheiten sind.
16.04.2023 | 1:30 minWoran erkennt man eine Angststörung?
Menschen mit einer Angststörung haben immer wieder oder über eine längere Zeit starke Angst, obwohl keine Gefahr besteht. Das heißt: Sie fürchten sich auch in Situationen, die eigentlich ungefährlich sind. Ausgelöst werden sie oft durch bestimmte Gedanken, Erlebnisse oder Stress. Betroffene leiden sehr darunter und trauen sich häufig nicht mal mehr, ganz alltägliche Dinge zu tun – wie Bus fahren, einkaufen oder zur Schule gehen.
Eine Angststörung zeigt sich auch körperlich. Denn Angst ist eine Stressreaktion des Körpers, die ursprünglich mal unsere Vorfahren bei einer drohenden Gefahr auf einen Kampf oder eine Flucht vorbereiten sollte.
Das hilft gegen eine Angststörung
Wenn die Ängste so groß und so stark sind, dass sie den Alltag bestimmen, dann brauchen die betroffenen Menschen Hilfe. Therapeutinnen und Therapeuten können sie dabei unterstützen, mit ihren Ängsten besser umzugehen oder sie sogar ganz zu überwinden.
Dafür ist es erst mal wichtig, sich jemandem anzuvertrauen. Wenn ihr jemanden kennt, der vielleicht betroffen ist oder ihr selbst merkt, dass ihr oft starke unbegründete Angst habt: Dann könnt ihr erst mal zum Beispiel mit euren Eltern oder einer anderen Person, der ihr vertraut, sprechen. Manchmal hilft es auch, mit Menschen zu sprechen, die ihr nicht kennt und die euch zuhören und Tipps geben können. Dafür gibt es zum Beispiel die Nummer gegen Kummer: Unter 116111 könnt ihr kostenlos anrufen und anonym, also auch ohne euren Namen zu nennen, mit jemandem sprechen.
Wie die elfjährige Hanna mit ihrer Angststörung umgeht, erfahrt ihr in diesem Video:
So kämpft Hanna gegen die Angst!
13.10.2026 | 2:09 minDiesen Text hat Lucia geschrieben.