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Nach CSD-Parade in Berlin:Neue Hinweise nach dem Anschlag
Nach der CSD-Parade in Berlin fuhr ein Auto in eine Menschenmenge. Es gab eine Tote und mehrere Verletzte. Der Tatverdächtige ist erschossen worden. Was bisher bekannt ist.
Die Polizei sperrte den Bereich nahe des Potsdamer Platzes und des Tiergartens großräumig ab.
Quelle: dpa/Sebastian Gollnow | AFP/JOHN MACDOUGALLAm Samstagabend ist nach der Parade des Christopher Street Days (CSD) in Berlin ein Auto in eine Menschenmenge gefahren. Dabei starb eine Frau. 29 weitere Menschen wurden verletzt. Einige Verletzte werden sogar auf einer Intensivstation behandelt. Nach Angaben der Berliner Klinik Charité schwebt dort inzwischen niemand mehr in Lebensgefahr. Feiern rund um den CSD wurden nach dem Geschehen abgebrochen.
Vor der Tat hatten Hunderttausende Menschen den CSD gefeiert. Dort setzten sie ein Zeichen für sexuelle Vielfalt, Gleichberechtigung und Toleranz. logo! hatte darüber berichtet:
Um für die Rechte von queeren Menschen einzustehen, feiern in Berlin Hunderttausende den Christopher Street Day.
25.07.2026 | 1:22 minWas ist bisher bekannt?
Nach Angaben der Polizei fuhr das Fahrzeug gegen 22 Uhr in eine Gruppe von Menschen. Der Fahrer verließ anschließend das Auto und flüchtete. Die Polizei begann sofort mit der Suche nach dem Tatverdächtigen. Am Sonntag entdeckten Einsatzkräfte den Mann in einem Kleingarten in Berlin. Bei dem Polizeieinsatz wurde er erschossen, nachdem er die Polizisten angegriffen haben soll.
Bei dem Tatverdächtigen soll es sich um einen 21-jährigen Deutschen handeln, dessen Mutter aus dem Libanon nach Deutschland gekommen war. Nach Angaben der Sicherheitsbehörden war er schon vor der Tat als sogenannter "Gefährder" bekannt und vor Kurzem erst verurteilt worden. Mit Gefährder sind gewaltbereite Menschen gemeint, denen die Polizei zutraut, gefährliche Straftaten oder Anschläge gegen andere Menschen zu begehen:
Die Polizei befürchtet eine Tat. Doch kann sie die nicht immer verhindern.
28.07.2026 | 1:37 minHandyvideo gefunden
Die Polizei hat auf dem Handy des Tatverdächtigen neue Hinweise gefunden. Darauf soll ein Video zu sehen sein, in dem der Tatverdächtige sagt, dass er die Terrorgruppe "Islamischer Staat" (IS) unterstützt. Der IS ist eine islamistische Terrorgruppe, die versucht, ihre extremen Ideen mit Gewalt durchzusetzen und schon viele Anschläge verübt hat. Die Ermittlerinnen und Ermittler prüfen das Video jetzt genauer. Bisher gibt es aber keine Hinweise darauf, dass darin die Tat angekündigt wurde. Das Video passt zu der Vermutung von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt, dass es sich um einen islamistischen Terroranschlag gehandelt haben könnte. Was genau Islamismus ist, erklären wir euch hier:
Der Vorfall hat viele Menschen erschüttert. Politikerinnen und Politiker sowie die Veranstalter des CSD sprachen den Opfern und ihren Angehörigen ihr Mitgefühl aus.
Dieser Text wurde von Lara-Celine geschrieben.