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"Wir brauchen Grönland!":Warum Trump jetzt Grönland haben will
"Wir brauchen Grönland!" Das sagt Donald Trump über die Insel nahe der Arktis. Viele Menschen hat das verärgert. Wir erklären, wieso Trump scharf darauf ist und warum es Kritik gibt.
Der US-Präsident möchte, dass die größte Insel der Welt den USA gehört.
07.01.2026 | 1:32 minGrönland ist die größte Insel der Welt. Nur wenige zehntausend Menschen leben in Grönland, in etwa 56.000. Geografisch liegt die Insel in Nordamerika. Politisch gehört die Insel jedoch zum Königreich Dänemark in Europa. Zugleich besitzt Grönland eine eigene Regierung, die viele Entscheidungen selbst trifft. Jetzt hat Donald Trump, der Präsident der USA, angekündigt: Er will die Insel für sein Land haben. Wir erklären, wieso.
Donald Trump sagt, Grönland sei super wichtig für die Sicherheit und Verteidigung der USA gegen Feinde. Aber es könnten auch noch mehr Gründe dahinter stecken. Welche das sein könnten, erfahrt ihr weiter unten. Jetzt machen sich viele Leute Sorgen, wie er das umsetzen will. In der Vergangenheit hatte Trump schon davon gesprochen, die Insel zu kaufen und auch von einem Militäreinsatz war schon die Rede.
Grönland hat eine wichtige Lage in der Arktis zwischen Nordamerika und Europa. Auch andere Länder wie Russland, China und Staaten Europas haben Interesse an der Region. Die Gründe: In der Arktis liegen viele wertvolle Rohstoffe wie Öl und Gas. Außerdem führen dort wichtige Transportwege für Waren entlang.
Grönland ist eine eigenständige Insel. Viele finden die Idee falsch, sie ohne Zustimmung zu übernehmen. Mehrere europäische Regierungen erklärten, dass nur Grönland und Dänemark über die Zukunft der Insel entscheiden dürfen.
Und es gibt noch ein Problem: Grönland gehört zu Dänemark und Dänemark ist ein Verbündeter der USA in der NATO. Die NATO ist ein Verteidigungsbündnis aus mehreren Ländern, die sich versprochen haben, dass sie sich gegenseitig helfen, wenn eines der Mitglieder angegriffen wird. Die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen hat deutlich gemacht, dass ein Angriff der USA auf ein befreundetes NATO-Land nicht akzeptabel wäre.
Die Grönländer und Grönländerinnen wollen wohl eher nicht Teil der USA werden. Der Regierungschef Múte B. Egede forderte die Bevölkerung auf, Ruhe zu bewahren. Er schrieb aber auch: „Unser Land steht nicht zum Verkauf.“ Stattdessen solle man direkt miteinander reden und die Regeln für Frieden und Zusammenarbeit respektieren.
Dieser Text wurde von Lara-Celine und Kinderdpa geschrieben.