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Weltpolitik in München:Was die Münchner Sicherheitskonferenz ist
Einmal im Jahr reisen viele der wichtigsten Politiker der Welt aus etwa 120 Ländern nach München. Ihr Ziel: Die Sicherheitskonferenz. Alles, was ihr darüber wissen müsst.
Hier hält der US-Außenminister Marco Rubio bei der Münchner Sicherheitskonferenz eine Rede. Er ist einer von vielen Spitzenpolitikerinnen und -politikern aus der ganzen Welt, die sich an diesem Wochenende in München treffen.
Quelle: Halil Sagirkaya / Anadolu/ABACAPRESS/ddp images; imago images;Fragen und Antworten zur Münchner Sicherheitskonferenz
Das ist ein großes Treffen, bei dem viele sehr wichtige Menschen aus der ganzen Welt zusammenkommen – zum Beispiel Staats- und Regierungschefs und wichtige Politikerinnen und Politiker, aber auch Journalistinnen und Journalisten, Firmenchefs und Fachleute aus der Wissenschaft. Wie der Name schon sagt, geht es dort vor allem um Sicherheit – also darum, wie Länder auf der Welt miteinander umgehen, wenn es Bedrohungen oder Probleme gibt. Davon gibt es zurzeit einige.
In diesem Jahr findet die Konferenz in einer sehr wichtigen Zeit statt. Auf der Welt gibt es gerade viele Veränderungen: Länder, die früher eng zusammengehalten haben, sind sich nicht mehr sicher, ob sie weiter Partner bleiben. Dadurch gibt es mehr Unsicherheit und an vielen Orten sogar heftige Konflikte wie zum Beispiel Kriege.
Wichtig in diesem Jahr sind zum Beispiel der Ukraine-Krieg und das Verhältnis zwischen den USA und Europa.
Insgesamt nehmen mehr als tausend Menschen aus etwa 120 Ländern teil. Darunter sind der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz, die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, NATO-Generalsekretär Mark Rutte, der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sowie Chinas Außenminister Wang Yi und der US-Außenminister Marco Rubio. Also lauter große Namen, die ihr wahrscheinlich aus den Nachrichten kennt.
Schon ungewöhnlich, dass so ein wichtiges Treffen ausgerechnet in München stattfindet – also mitten in Bayern und nicht in einer großen Hauptstadt, oder? Der Grund ist aber ziemlich einfach: Die Münchner Sicherheitskonferenz wurde genau dort vor mehr als 60 Jahren (im Jahr 1963) gegründet und blieb seitdem jedes Jahr in München. Schon damals ging es vor allem um den Frieden auf der Welt – also um Sicherheit. Zuerst waren nur wenige Länder bei der Konferenz dabei, wie die USA und einige europäische Staaten. Mit den Jahren wurde die Konferenz aber immer größer.
Bei der Münchner Sicherheitskonferenz gibt es am Ende keine offiziellen Beschlüsse oder Gesetze, die alle unterschreiben müssen. Stattdessen halten einige wichtige Politikerinnen und Politiker große Reden, die im Fernsehen übertragen werden. Das Wichtigste passiert aber wohl hinter den Kulissen: Viele treffen sich in kleinen Gruppen oder zu zweit. Dort können sie offener sprechen als vor Kameras.
Dieser Text wurde von Johanna geschrieben.