logo! - die Kindernachrichten des ZDF
Regierung stellt Pläne vor:Neuer Wehrdienst - so soll er funktionieren
Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick.
Es wurde viel diskutiert und geredet - aber jetzt sind sich die Politikerinnen und Politiker einig: Sie haben ihren Plan für einen neuen Wehrdienst vorgestellt. Dabei geht es darum, wie mehr junge Menschen in die deutsche Armee, die Bundeswehr, gewonnen werden können. Das betrifft euch natürlich, wenn ihr erwachsen seid. Ab dem 1. Januar 2026 soll der Wehrdienst gelten - wir haben hier die wichtigsten Fragen im Überblick beantwortet.
Der Wehrdienst soll freiwillig bleiben - Männer über 18 Jahre müssen allerdings zur Musterung. Was das heißt, ist unten erklärt.
Quelle: dpa/Federico GambariniDie Bundeswehr braucht mehr Menschen, die das Land schützen können. Denn unter anderem seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine ist vielen klar geworden, dass wir uns mehr um unsere Sicherheit kümmern müssen. Bis 2035 soll es deshalb rund 260.000 Soldatinnen und Soldaten sowie weitere 200.000 Reservisten geben, das sind Menschen mit Bundeswehr-Ausbildung, die aber nicht bei der Bundeswehr arbeiten, sondern einen anderen Job haben - also Soldatinnen und Soldaten in Reserve.
Laut dem Plan, müssen Männer, die ab 2008 geboren sind, nach ihrem 18. Geburtstag einen Fragebogen ausfüllen. Darin sollen sie angeben, ob sie sich vorstellen könnten, den Militärdienst zu machen und ob sie dafür geeignet sind. Manche haben zum Beispiel ein gesundheitliches Problem, weshalb sie keinen Wehrdienst machen können. Frauen dürfen den Fragebogen auch ausfüllen, müssen sie aber nicht. Der Fragebogen hilft der Bundeswehr herauszufinden, wer mitmachen will und kann.
Ab Mitte 2027 soll der erste Jahrgang gemustert werden. Dabei wird man von einem Arzt von der Bundeswehr genau untersucht, ob man für den Wehrdienst fit ist. So eine Musterung ist für Männer über 18 Jahre dann Pflicht.
Während Männer die Musterung machen müssen, soll der Wehrdienst selbst erstmal freiwillig sein. Es muss niemand zur Bundeswehr, der nicht möchte. Aber: Dabei wird genau geschaut, ob sich genügend junge Menschen melden und die Bundeswehr genügend Soldatinnen und Soldaten hat. Wenn das nicht klappt, soll im Bundestag nochmal neu über den Wehrdienst diskutiert und abgestimmt werden.
Es wurde viel darüber diskutiert, ob gelost werden soll, wer zum Wehrdienst muss, wenn sich nicht genügend Freiwillige melden. Das ist jetzt aber erstmal nicht geplant. Wenn sich tatsächlich nicht genügend melden, ist das aber ein Vorschlag, über den nochmal diskutiert werden könnte.
Geplant ist, dass die freiwilligen Frauen und Männer zuerst eine Grundausbildung machen. In diesen sechs Monaten lernen sie alles Wichtige für den Wehrdienst. Danach können sie länger bleiben, um sich für spezielle Aufgaben weiterzubilden – bis zu 23 Monate.
Der Wehrdienst soll für junge Menschen, die sich freiwillig dazu melden möglichst attraktiv sein - deshalb gibt es monatlich 2.600 Euro. Wer sich für ein ganzes Jahr Wehrdienst verpflichtet, kriegt außerdem noch einen Zuschuss zum Führerschein.
Wen betrifft der "Neuer Wehrdienst?" und was heißt das überhaupt?
11.02.2025 | 1:32 minWichtig zu wissen: Niemand kann in Deutschland gezwungen werden, mit einer Waffe zu kämpfen. Mehr dazu könnt ihr hier nachlesen:
Dieser Text wurde von Meike geschrieben.
Wie findet ihr den Plan zu Musterung und Wehrpflicht? Schreibt uns eure Meinung!
Mehr zum Thema Wehrdienst
logo!:Neuer Wehrdienst? Das ist der Plan
Video1:34logo!:Was die Bundeswehr ist
Video1:09
Aktuelle News
logo! :Bereit für den Notfall?
logo! :So rettete Austin seiner Familie das Leben
logo! :Paket sucht neues Zuhause
logo! :Freihandelsabkommen - was ist das?
logo! :Warum junge Menschen aufs Land ziehen
logo! :Warum tritt er zurück?
logo! :Arinas Verwandte leben in Iran
logo! :Ein Jahr Donald Trump
logo! :US-Präsident Trump will Grönland haben
logo! :Das steckt hinter einem Superwahljahr
logo! :Die Eisbahn im eigenen Garten
logo! :50 Jahre Gurtpflicht
logo! :Darum ist Merz zu Besuch in Indien
logo! :Bunter Emfpang für Merz
logo! :Proteste in Iran: Was dort los ist
logo! :Warum die Menschen in Iran protestieren
logo! :Mercosur kann kommen!
logo! :Vier Tipps bei Stromausfall!
logo! :Regierung in Brandenburg macht Schluss!
Kommentare
Du kannst als Gast oder mit deinem ZDFtivi-Profil kommentieren.
- Friedrich Mertz und Boris Pistorius 🤮👿
Ich kapiere es nicht das die Wehrpflicht auf freiwilligenbasses stadfinden soll aber der Fragebogen und die Musterung ist Pflicht??? kan das mir jeman erklären? Generrel ist dieseer Wehrdienst eine Sch*** sache, wir bräuchten das ganze thema garnicht wenn einer einfach Putin einen Kopf Schuss gibt un der auf nimmer wiedersehen ist (R.I.P Putin 😁👍)dan währe das Thema aus der Welt. Aber Nein dieses @rsch muss ja die Ukraine Ankreifen. Ich sehe es nicht ein das ich gezwungen werde zur Armme zu gehen wegen Putin. Sch*** auf die Kack Wehrpflicht. Ich Verweigere so oder so. LG
- Jürgen v. K.
Wenn Politiker wie Jens Spahn, die weder Wehrdienst noch Wehrersatzdienst geleistet haben, in der 1. Reihe stehen und die Wehrpflicht wieder einführen wollen, dann frage ich mich, ob solche Politiker noch alle Tassen im Schrank haben. Man sollte Herrn Spahn dann bitte als ersten einziehen.
- Hubsi
Wenn Spitzenpolitiker wie Frau Ursula von der Leyen und andere sagen, dass Ihre Kinder nicht in den Krieg gehen werden, aber Europa kriegstauglich gemacht werden soll, dann Frage ich mich wo die Vorbildfunktion bleibt.
- Leon Brozmann
Ich melde mich freiwillig zum Wehrdienst wo kann ich mich melden?