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Werbung auf Social Media:Wie Influencer Geld verdienen
Für ein Video tausend Euro bekommen, im Pool eines Luxushotels liegen und haufenweise Designerklamotten geschenkt bekommen: So stellen sich viele ein Leben als Social-Media-Star vor! Dabei trifft das nur auf die allerwenigsten Influencerinnen und Influencer zu. Es ist nämlich gar nicht so einfach mit Instagram, YouTube oder TikTok viel Geld zu verdienen. Die meisten Content-Creater (übersetzt: "Ersteller von Inhalten") auf Social Media können jedenfalls nicht im Luxuspool liegen. Sehr viele verdienen gar kein oder nur wenig Geld damit. Aber wie kriegt man überhaupt Geld für Fotos und Videos und von wem?
Quelle: ZDF
Diese Einnahmequellen gibt es auf Social Media
Das meiste Geld verdienen Influencerinnen und Influencer mit bezahlten Werbe-Postings. Zum Beispiel zeigen sich Mode-Influencer in den neuen Klamotten einer bestimmten Marke und verlinken diese. Dafür zahlt ihnen das Unternehmen der Marke Geld. So eine Werbung nennt man Produktplatzierungen. Influencer und Influencerinnen müssen in ihren Posts kennzeichnen, wenn sie von Unternehmen für so etwas bezahlt werden.
Für die Unternehmen der Klamottenmarke ist so eine Zusammenarbeit mit Influencern sehr praktisch: Die Werbung für ihre Produkte erreicht genau die Menschen, die sich für Mode besonders interessieren. Und sie werden ihnen auch noch von Leuten gezeigt, die sie mögen und denen sie vertrauen. Unternehmen nutzen also die Beliebtheit von Influencern, um ihre Produkte besser verkaufen zu können.
Oft verlinken Influencer und Influencerinnen auch direkt den Online-Shop eines Unternehmens und geben ihren Followern Rabattcodes, mit denen sie dort billiger shoppen können. Die Influencer erhalten dann von den Unternehmen für jedes Produkt, dass auf diese Art verkauft wird, Geld.
Viele besonders berühmte Influencerinnen und Influencer bringen auch selbst Produkte heraus - manche haben zum Beispiel Klamottenmarken. Diese bewerben und verkaufen sie dann über ihren eigenen Account.
Diese Möglichkeit gibt es nicht bei jeder Plattform. TikTok zahlt bestimmten Influencern und Influencerinnen Geld. Die Voraussetzung ist, dass sie mehr als 100.000 Videoaufrufe im vergangenen Monat hatten. Dann zahlt TikTok für je tausend Videoaufrufe etwas Geld.
Auf YouTube müssen sich Content-Creator nicht selbst um Werbeverträge mit Unternehmen kümmern. Sie können einfach bestimmen, dass auf ihrem Kanal Werbung läuft. YouTube lässt dann automatisch vor dem Video oder mittendrin einen Werbespot ablaufen. Je nachdem wie viele Aufrufe das Video hat, zahlt YouTube Geld dafür. Außerdem beteiligt YouTube die Content-Creator auch an dem Erlös durch Premium Accounts. Das sind Accounts, für die Nutzer monatlich Geld bezahlen.
So viele Follower machen reich
Unternehmen zahlen also Influencerinnen und Influencern Geld dafür, dass sie in ihren Posts Werbung für ihre Produkte machen. Das lohnt sich für die Unternehmen allerdings nur, wenn ein Influencer so richtig viele Follower hat. Influencer mit bis zu 10.000 Followern kriegen oft gar kein Geld, sondern nur die Produkte als Geschenk, die sie bewerben sollen.
Erst ab ungefähr 100.000 Followern klappt das mit dem Geld verdienen ganz gut und ab ungefähr einer Millionen Followern klappt es richtig gut. Aber bis man sich so eine große Fangemeinde aufgebaut hat, ist es auf jeden Fall viel Arbeit, braucht Zeit - und etwas Glück gehört auch dazu.
Wenn man Personen schon lange auf Social Media folgt, fühlt es sich ein bisschen an, als sei man mit ihnen befreundet - schließlich sieht man viel von ihrem Leben. Wenn die Lieblings-Influencerin dann etwas empfiehlt, kann es sich anfühlen wie ein Tipp der besten Freundin. Aber: Dahinter steckt oft nicht einfach nur eine persönliche Meinung, sondern das ist deren Job, für den sie (viel) Geld bekommen. Viele von ihnen empfehlen zwar bewusst nur Dinge oder Marken, hinter denen sie auch wirklich stehen. Aber selbstlose Tipps aus dem Freundeskreis sind das trotzdem nicht.
Nicht nur die Influencer verdienen ihr Geld mit Werbung - auch die Plattformen selbst. Mehr darüber lest ihr hier:
Diesen Text hat Meike geschrieben.
Zuerst veröffentlicht am 29.11.2023.
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