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Fridays For Future und Co.:Hilft Social Media Protestbewegungen?!
Social Media macht Proteste oft riesengroß - rasend schnell verbreiten sich Bilder, Hashtags und Aktionen über das Internet. Oft kann das Protesten helfen und sie weltweit bekannt machen. Wie zum Beispiel die Klimabewegung Fridays For Future: Die Bilder von Greta Thunbergs ersten Schulstreiks in Schweden verbreiteten sich sehr schnell im Netz. Schon die ersten großen Schulstreiks wurden mit Hilfe von Social Media organisiert.
Bei der Black Lives Matter-Protestbewegung geht es um Rassismus und Polizeigewalt gegen schwarze Menschen in den USA. Auslöser der Protestwelle war der Tod von George Floyd, ein Schwarzer, der bei einer Festnahme durch weiße Polizisten starb. Der Vorfall wurde mit dem Handy gefilmt und verbreitete sich sehr schnell im Netz. Das führte zu riesigen Straßenprotesten in den USA. Die beiden Protestbewegungen haben eins gemeinsam: Social Media spielt eine große Rolle dabei.
Proteste werden häufig über Social Media organisiert.
Quelle: EPA/Clemens BilanKritik an Social-Media-Protesten
Wenn Protestbewegungen auf Social Media sehr groß werden, schließen sich oft jede Menge Leute an, die mit der eigentlichen Sache eigentlich gar nichts zu tun haben. Denn Social-Media-Protest kann für manche ganz schön bequem sein: Einfach vom Sofa aus was für das eigene gute Gewissen tun, ein Foto mit Hashtag posten und dann schnell zu anderen Themen übergehen. Dafür gibt es sogar einen Namen: Slacktivismus. Diese Protestbekundungen verschwinden schnell wieder unter anderen Trends und bewirken wenig.
Ein weiteres Problem ist auch, dass Influencerinnen und Influencer solche Proteste nutzen, um sich selbst in den Vordergrund zu stellen. Auch Unternehmen machen bei solchen Aktionen auf Social Media manchmal mit, um sich selbst in ein gutes Licht zu rücken.
Diesen Text hat Meike geschrieben.
Zuerst veröffentlicht am 29.11.2023.
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